„Winterübung“ am Rüstwagen 2

Von |2018-03-19T14:23:57+00:0018.03.2018 | 18:00|

Es war eine Übung unter unerwartet realistischen Bedingungen: am Sonntag fand nach dem späten nächtlichen Wintereinbruch die erste Hauptübung 2018 der Feuerwehr Marktheidenfeld statt – das Ganze bei erschwerten Bedingungen in 10 cm Neuschnee.

Thema waren zum wiederholten Male die Gerätschaften des neuen Rüstwagens. Nachdem in verschiedenen vorhergegangenen Ausbildungen die Beladung im Detail durchgesprochen worden war, stand nun die Praxisanwendung im Vordergrund. In insgesamt vier Stationen wurden die wichtigsten Gerätschaften zur technischen Hilfeleistung unter einsatznahen Bedingungen beübt.

Station 1: Hydraulische Rettungsgeräte

Mit den  Rettungsgeräten der Firma ResQTec  galt es, die Insassen eines verunfallten Pkw zu retten. Dabei zeigte sich die Leistungsfähigkeit der neuen hydraulischen Gerätschaften. Weder Rettungsschere noch Rettungsspreizer hatten Probleme, sich durch die Karoserie des Fahrzeuges zu bahnen. Auch wurden die unterschiedlichen Rettungszylinder in Verbindung mit dem neuen Schwelleraufsatz zur Befreiung eingeklemmter Personen eingesetzt.

Dabei stand auch die Stabilisierung und Sicherung des Unfallfahrzeuges sowie die erforderlichen Maßnahmen zum Eigenschutz der Einsatzkräfte im Fokus.

Station 2: Hebekissen + Sichern von Lasten

Sowohl die neuen Überdruck-Hebekissen der Firma Vetter sowie die bereits auf dem alten Rüstwagen verladenen Niederdruck-Hebekissen wurden eingesetzt, um verunfallte Personen unter verschiedenen lasten zu befreien. Besonders Augenmerk wurde dabei auf die Verwendung der nun wesentlich umfangreicheren Materialien zum Unterbauen und Absichern der gehobenen Lasten gelegt.

Station 3: Mehrzweckzüge + Anschlagen von Lasten

Gemäß Norm ist auf dem Rüstwagen nun ein Mehrzweckzug MZ32 mit einer maximalen Zugkraft von 3,2 t verladen. Mehrzweckzüge dienen dabei zum Sichern, Ziehen, Heben und Ablassen von Lasten. Das leistungsfähige Gerät ist dabei jedoch auch wesentlich aufwändiger in der Handhabung als sein „kleiner Bruder“: der MZ16 bringt eine maximale Zugkraft von 1,6 t auf und ist ebenfalls auf dem Rüstwagen, aber auch auf dem Löschgruppenfahrzeug, verladen.

Besondere Aufmerksamkeit wurde neben der Handhabung der Zugvorrichtungen auch auf die richtigen Auswahl von Anschlagpunkten an den zu sichernden Objekten aber auch der Festpunkte gelegt. Die Beladung des neuen Rüstwagens hälte zum Anschlagen von Lasten ein großes Repertoire zur Verfügung: neben Schäkel mit einer Belastungsfähigkeit von 1 – 10 t und Anschlagketten sind verschiedene Hebebänder und Rundschlingen in unterschiedlichen Längen und Belastungsfähigkeiten vorhanden. Auch der verladene Erdanker sowie der Einsatz von fester und loser Rolle wurden beübt.

Station 4: Trennen und Schneiden

In der letzten Station wurden die vorhandenen Gerätschaften zum Trennen und Schneiden vorgestellt und getestet: Neben Elektro-Trennschneider (Flex) wurde der neue Motor-Trennschneider des RW eingesetzt. Ebenso kam die Säbelsäge zum Einsatz.

Mit der Hauptübung wurde nun die Ausbildungsreihe „Neuer Rüstwagen 2“ beendet. Seit einigen Wochen ist das Fahrzeug nun auch wieder fest in die Alarm- und Ausrückeordnung der Feuerwehr Marktheidenfeld und des Landkreises Main-Spessart eingebunden, nachdem auch die Einweisungen der Fahrzeugmaschinisten so weit fortgeschritten sind, dass genügend Maschinisten vorhanden sind.

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