Technisches Hilfwerk läutet Abriss ein: Feuerwehrhaus wird zur Bauruine

Von |2018-11-01T14:29:48+00:001.11.2018 | 11:31|

Es ist das ureigenste Metier des Technischen Hilfswerkes: die Technische Hilfeleistung im Katastrophenfall mit schwerstem technischen Gerät. Dabei setzt die bundeseigene Hilfsorganisation genau dort an, wo die Feuerwehr – selbst mit erweiterten Einsatzmitteln wie sie auf dem in Marktheidenfeld stationierten Rüstwagen vorhanden sind – an die ihre Grenzen stößt.

Und weil auch für solche Einsatzszenarien Übungsobjekte eine echte Rarität darstellen, verbrachten die Kollegen der Ortsverbände Marktheidenfeld und Karlstadt gleich mehrere lange Abende im zum Abriss stehenden Feuerwehrgerätehaus in der Karbacher Straße. Dabei kamen insbesondere die Bergungsgruppen 1 und 2 des Ortsverbandes Marktheidenfeld sowie die Bergungsgruppe 1 und die „Schwere Bergungsgruppe“ des Ortsverbandes Karlstadt zum Einsatz.

 

In mehreren Stationen wurden die Einsatzszenarien abgearbeitet, wie sie beispielsweise nach einem Erdbeben oder schweren Bauunfällen eintreten können: der Fokus lag dabei auf den Themen Stabilisierung von Bauwerken und der Befreiung von Verschütteten und Eingeschlossenen.

Dabei wurden ganze Wandabschnitte, Türen, Durchbrüche aber auch Decken so unterstützt, dass sie die erforderlichen Traglasten auch nach einer schweren Beschädigung standhalten könnten.

Die „Fachgruppe Ortung“ des THW Karlstadt nutzte die Gelegenheit außerdem, um mit Hilfe von speziellen Kamerasystemen, verschüttete Personen zu lokalisieren. Im Anschluss konnten die betroffenen Personen über Durchbrüche in Wänden und Decken befreit werden.

Hierfür wurden jeweils zuerst die umgebenden Wände und Decken so stabilisiert, dass sie auch nach dem Schaffen eines Durchbruches noch tragfähig waren. Highlight der Übungen war sicherlich der Deckendurchbruch, welcher  von der Schweren Bergungsgruppe einen Zugang von der Grube der ehemaligen KFZ-Werkstatt in ein Zwischengeschoss schuf.

Das THW wird auch in der nächsten Woche in den Übungsmarathon der Feuerwehren Marktheidenfeld eingebunden sein.

Bilder: Benedict Rottmann

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