Tag der offenen Tore / Schauübung mit Lerneffekt

Von |2017-06-03T14:03:42+00:0030.09.2013 | 14:01|

Marktheidenfelder Feuerwehr zeigte beim „Tag der offenen Tore“, was sie alles zu leisten vermag.

Was die Feuerwehrkameraden im Ernstfall leisten können und welche technische Ausrüstung ihnen zur Verfügung steht, zeigte am Sonntag die Feuerwehr Marktheidenfeld bei einem „Tag der offenen Tore“. Auf dem Gelände der Feuerwache waren die Fahrzeuge und Gerätschaften ausgestellt; besonders die jüngsten Besucher nutzten die Gelegenheit, einmal im Führerhaus eines der großen, roten Wagen zu sitzen. Die 13 Jungen und Mädchen der Marktheidenfelder Jugendfeuerwehr informierten mit einem eigenen Stand über ihre Ausbildung und organisierten Spiele für Kinder.

Die 60 Aktiven wurden im vergangenen Jahr 181 Mal alarmiert, zum größten Teil, um im Stadtgebiet und dem Umland technische Hilfe zu leisten. Außerdem wurden die Floriansjünger zu Brandeinsätzen oder Sicherheitswachen gerufen.

Höhepunkt des Tages war die Schauübung. Das Szenario hatte Kommandant Michael Rohm ausgearbeitet. Kommentator Thomas Schäbler begrüßte die rund 350 Schaulustigen im Hof der Feuerwache. Viel Wert legten er und seine Kameraden darauf, dass die Zuschauer sich in Erinnerung riefen, was sie einst im Erste-Hilfe-Kurs gelernt hatten: Unfallstelle sichern, Rettungsdienst rufen und Hilfe leisten. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen große Angst davor haben, als erste zu einem Verkehrsunfall zu kommen“, sagte Schäbler. Doch passieren könne das jedem. Und wer bei Unfällen nicht Hilfe leistet, obwohl es erforderlich und zumutbar wäre, kann strafrechtlich belangt werden.

Zu Beginn der Übung konnten die Anwesenden beobachten, wie der Ersthelfer die Unfallstelle absicherte und unter der Nummer „112“ den Rettungsdienst anrief. Über Funk konnten die Zuschauer mithören, wie die Leitstelle Würzburg die Marktheidenfelder Feuerwehrler alarmierte: „Verkehrsunfall auf der Staatsstraße 2348 zwischen Marktheidenfeld und Zimmern. Laut Ersthelfer mehrere Personen eingeklemmt; Pkw steckt unter Radlader.“

Zwischenzeitlich kümmerte sich der Ersthelfer um die beiden „Verletzten“. Er sprach mit ihnen. Dies ist besonders wichtig, denn meistens stehen Unfallopfer unter Schock und können unvorhergesehen reagieren – zum Beispiel auf die befahrene Straße laufen. Wenn es um eine medizinische Versorgung geht, ist die Hemmschwelle bei vielen groß. Doch was man wissen sollte: Bei Fehlern müssen die Ersthelfer keine juristischen Konsequenzen fürchten.

Kurz darauf traf die Schnelleinsatztruppe (SEG) des Roten Kreuzes ein und befreite einen der „Verletzten“ aus dem demolierten Auto. Währenddessen erreichten auch der Einsatzleitwagen, der Rüstwagen und das Löschgruppenfahrzeug die Unfallstelle. Sie bereiteten das Anheben des Radladers vor, dessen Schaufel in die Frontscheibe des Kleinwagens gerammt war. Zentimeter um Zentimeter hoben sie den Radlader mit Hilfe der Luftkissen an, bis sie den Wagen mit der Seilwinde wegzogen. Der Rettungsassistent kümmerte sich um den zweiten „Verletzten“ im Fahrgastraum, während die Floriansjünger mit der Rettungsschere das Dach des Autos abtrennten.

Abschließend mussten die Mitglieder der Feuerwehr die Unfallstelle säubern – derweil stärkten sich die Besucher bei Kaffee und Kuchen, Bier und Bratwurst im Feuerwehrhaus.

Sprecher Schäbler lobte die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehrleute und die Unterstützung durch deren Arbeitgeber. Auch sei es ohne die Spenden der Autohäuser von Unfallautos nicht möglich, derartige Szenarien zu proben. Kommandant Rohm zeigte sich mit der Leistung sehr zufrieden und Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder lobte Rohm für die gute Zusammenarbeit der Mannschaft.

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