Von links: Thomas Stamm (Bürgermeister Stadt Marktheidenfeld), Maximilian Kempf, Michael Väth, Bastian Stürmer, Andreas Schmitt (Kreisbrandinspektor Bereich Marktheidenfeld), Jochen Schäfer, Bernhard Nees (Federführender Kommandant); Bild: Marvin Riethmann.

Zwei vollständige Amtszeiten und damit ganze zwölf Jahre waren die beiden bisherigen Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Glasofen im Amt gewesen: am vergangenen Samstag stellten sich Jochen Schäfer und sein bisheriger Vertreter Bastian Stürmer nun nicht mehr zur Wahl.

Das Ergbnis der Neuwahlen war dabei für alle Beteiligten wenig überraschend und zeugt von einem guten Zusammenhalt der Feuerwehr: Bürgermeister Thomas Stamm sowie der Federführende Kommandant der Marktheidenfelder Feuerwehren Bernhard Nees konnten sich mit den answesenden Feuerwehrmitgliedern über ein einstimmiges Wahlergebnis freuen: für sechs Jahre wurde Michael Väth zum Kommandanten und Maximilian Kempf zu dessen Stellvertreter gewählt. Thomas Stamm freute sich besonders, dass sich in Glasofen ein reibungsloser Übergang angebahnt hatte.

Die „Amtsübergabe“ werde dabei kein harter Schnitt sein, sondern das neue Führungsdou arbeite sich bereits länger in ihre neuen Ämter ein und war vom bisherigen Gespann bereits seit langem eingebunden worden. Selbst die erforderlichen Lehrgänge an der Staatlichen Feuerwehrschule wurden – trotz Coronaeinschränkungen – bereits absolviert.

Jochen Schäfer und Bastian Stürmer hatten in ihrer Amtszeit vieles bewegt in der „kleinen Stadtteilfeuerwehr“. Bei knapp 500 Einwohnern hat es die Freiwillige Feuerwehr Glasofen mit 50 aktiven Einsatzkräften geschafft, mehr als 10% ihrer Einwohner in die Feuerwehr zu bringen und ist damit mehr als gut aufgestellt.

In Kürze wird in Glasofen ein neues Feuerwehrfahrzeug in Dienst gestellt werden: das TSF-W –ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank – wird dann erstmals auch über vier Atemschutzgeräte verfügen. Die dafür notwendigen acht Atemschutzgeräteträger wurden bereits vor geraumer Zeit ausgebildet. Weitere Einsatzkräfte warten derzeit auf dringend benötigte Ausbildungsplätze.

Mit dem neuen Fahrzeug wird nicht nur die Hilfsfrist bei kritischen Bränden im Bereich Glasofen und Marienbrunn verkürzt. Wegen ihrer Nähe zur Kernstadt wird die Stadtteilfeuerwehr zukünftig auch zur Unterstützung bei Brandeinsätzen über den Main zum Einsatz kommen – für die neu gewählten Kommandanten mehr Motivation als Herausforderung.