Ein Brandeinsatz stand am vergangenen Freitag auf dem Dienstplan der Feuerwehr Marktheidenfeld.

Durch einige Kameraden vorbereitet, drang bereits zum Übungsbeginn um 19 Uhr leichter Kunstrauch durch die Türspalte des angebauten Wohnhauses in Richtung Fahrzeughalle.

Das Szenario war kurz und knackig: Im Bereich des Treppenhauses des 3-stöckigen Gebäudes war ein Feuer ausgebrochen, welches sich bereits auf den Dachstuhl ausgeweitet hatte. Wärend drei “aufgeregte” Übungsbeobachter den Marktheidenfelder Löschzug im Feuerwehrhof empfing, wurde eine Person noch im Gebäude vermisst.

Die ersten verworrenen Informationen konnte der Gruppenführer von den Übungsbeobachtern abgreifen. Das Ausmaß der Verrauchung wurde in der weiteren Erkundung offenbart.

Während vom Löschgruppenfahrzeug 20/16 aus die Menschenrettung über das Treppenhaus eingeleitet wurde, nahmen Tanklöschfahrzeug 24/50 und Drehleiter ein Wenderohr zur Bekämpfung des beginnenden Dachstuhlbrandes vor. Direkt zu Beginn ließ der Gruppenführer – zugleich auch Einsatzleiter – zwei Rohre durch den Haupteingang vornehmen. Parallel wurde ein Lüfter in Stellung gebracht, um das Treppenhaus mit den vorgehenden Trupps etappenweise zu entrauchen. Hierzu wurde zuerst die zweite Hauseingangstüre zur Karbacher Straße und anschließend weitere Fenster im Bereich des Treppenraums als Abluftöffnungen genutzt.

So konnten sich die Trupps schnell bei guter Sicht ihren Weg durch das Treppenhaus bahnen und fanden schon nach wenigen Minuten die vermisste Person.

Bilder: Freiwillige Feuerwehr Marktheidenfeld