Eine nicht alltägliche Übungssituation simulierten wir am Sonntag, den 24.08.2014. Nach einem Verkehrsunfall blieb der PKW auf der Fahrerseite liegen. Fahrer noch im Fahrzeug.
Während hier bei einem Beifahrer von einer schnellen Rettung angesichts des möglichen Hängetraumas im Sicherheitsgurt ausgegangen werden sollte, legten wir bei dieser Übung die schonende Rettung sowie das Richtige sichern und stabilisieren des verunfallten Autos mit den zur Verfügung stehenden Mitteln als Ziel fest.
Um ein umkippen zu verhindern wurden die verschiedenen Systeme durchgesprochen und auch nach Alternativen gesucht.
 
So wurde die Sicherung auf der Dachseite mittels Keilen, die andere Seite mit Hilfe einer Steckleiter und Spanngurt bzw. Baustütze und Bauklammern in die Praxis umgesetzt.

Hier sollte immer die vorgefundenen Verhältnisse erkundet und dann nach einer Lösung gesucht werden. So ist auch die Sicherung mittels Mehrzweckzug, Spanngurt oder Leine möglich. Als Festpunkte können hier Bäume, Leitplanken, das Feuerwehrfahrzeug und vieles mehr sein. Auch der Einsatz der Seilwinde ist hier denkbar. Anstelle von Keilen sind auch Schlauchbrücken oder das Unterbausystem „Lego” möglich.
Alle Maßnahmen sollten jedoch so angeordnet sein, dass sie bei der späteren Rettung nicht stören bzw. so platziert sein, dass eine Kraftübertragung auf den Boden möglich ist.

 
Egal welches System gewählt wird sollte die Sicherung stets im Auge behalten werden. Denn im Laufe des Rettungseinsatzes verändert sich die Stabilität des PKW z. B. durch Dachentfernung usw. zunehmend.
Durch die Frontscheibe erstellten wir dem Rettungsdienst mittels Säge aus dem Glasmanagement eine Erstöffnung. Nach Erkundung des PKW-Innenraumes nach Gefahren wurden diese besprochen, Maßnahmen hiergegen ergriffen – Stichwort Airbagsicherung.
 
Anschließend durchtrennten wir die Säulen A bis D des Van um so das Dach umzuklappen. Zwei Entlastungsschnitte auf der „Bodenseite” erleichterten hier das Umklappen. Auch hier wurde auf Gefahren und die richtige Schnitttechnik und Schnittstelle eingegangen. Die im Einsatzleitwagen mitgeführte Rettungskarte des speziellen Fahrzeugtyps kam hier zum Einsatz. Auch ein einfacher Stift zur Kennzeichnung „hier schneiden” bzw. „hier nicht schneiden” erwies sich als gutes Hilfsmittel. Während der Angriffstrupp mit schwerem Gerät beschäftigt ist, kann ein weiterer Feuerwehrmann den nächsten Arbeitsschritt nach Gefahren absuchen und anschließend markieren.
 
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