Es war eine Jahreshauptversammlung, die bis zum Punkt „Anträge, Wortmeldungen, Verschiedenes“ ohne große Überraschungen abgelaufen war: dabei stand die diesjährige Versammlung in erster Linie unter dem Thema Neuwahl der Vorstandschaft.

Die Versammlung bestätigte dabei die bisherigen Mitglieder für die nächsten drei Jahre in ihren Ämtern: Christian Naun wurde einstimmig zum ersten Vorsitzenden wiedergewählt, Jan Barthel zum zweiten Vorsitzenden, auch Schriftführer Christoph Schmitt und Kassenwart Simon Franz wurden in ihren Ämtern bestätigt. Als Vertreter der Führungsdienstgrade wurden Peter Hofmann, Sebastian Liebler und Markus Saller erneut in den Vorstand gewählt, als Beisitzer Benedict Rottmann, Stefan Ebert und Christian Menig. Auch die Kassenprüfer Josef Schwerdhöfer und Gerold Liebler werden in den nächsten Jahren ihre wichtige Kontrollaufgabe beibehalten. Aufgrund ihrer Ämter in der aktiven Feuerwehr sind darüber hinaus die Kommandanten Bernhard Nees und Johannes Naun sowie Jugendwart Julian Hanakam Teil der Vorstandschaft.

Christian Naun erinnerte an die im vergangenen Jahr verstorbenen Kameraden, die eine große Lücke im Feuerwehrverein hinterlassen haben. Gleichzeitig konnte sich der Vereinsvorsitzende gemeinsam mit Kommandant Bernhard Nees über zahlreiche Neuzugänge in den Reihen von Einsatzabteilung und Jugendfeuerwehr freuen.

Mit insgesamt 68 aktiven Mitgliedern, darunter 18 Doppelmitglieder, stattliche 27 Atemschutzgeräteträger und zusätzlich sechs Jugendlichen sei man – auch in den für viele Feuerwehren schwierigen Kernarbeitszeiten – solide aufgestellt. Auch die Ausbildungsteilnahme lobte Bernhard Nees für das vergangene Jahr besonders. Bei den insgesamt 200 Einsätzen habe man 16 Personen gerettet, während leider auch drei Todesfälle zu verzeichnen waren. Besonders erfreut zeigte sich der Kommandant, dass die Anzahl der Fehlalarme deutlich von zuvor 43 auf 16 zurück gegangen waren.

Für 2019 kündigte Bernhard Nees an, dass man sich mit dem Landratsamt auf eine Loslösung des AC-Dienstes von der Feuerwehr Marktheidenfeld verständigt habe. Die bereits seit Jahren eigenständig agierende Truppe werde nun auch offiziel zu einer eigenständigen Einheit des Landkreises Main-Spessart.

Eine Neuerung wurde auch zum Fest um den Maibaum von Christian Naun verkündet: hier habe man sich mit dem Bayrischen Roten Kreuz verständigt, die Bewirtung im Anschluss an das Aufstellen des Maibaumes an den befreundeten Verein abzugeben.

Den Tagesordnungspunkt „Anträge, Wortmeldungen, Verschiedenes“ nutzen schließlich Mitglieder der Alters- und Ehrenabteillung, um ihren Unmut über die ihrer Meinung nach nicht tragbare Situation in Sachen Alarmierung bei Einsätzen kund zu tun. Es wurde großes Unverständnis darüber geäußert, dass auf der einen Seite für vermeintliche Bagatelleinsätze – nicht nur im Stadtgebiet Marktheidenfeld sowie der im Bereich der Autobahn – eine Vielzahl verschiedener Feuerwehren alarmiert würden. Auf der anderen Seite könne man nicht nachvollziehen, warum zu mehreren Einsätzen im Gemarkungsgebiet mehrere externe Feuerwehren, nicht jedoch die zuständige Marktheidenfelder Einsatzkräfte alarmiert wurden. Kommandant Bernhard Nees versicherte, seit geraumer Zeit verschiedenste Stellen von Kreisbrandinspektion und Landratsamt auf eben diese Punkte hinzuweisen und auch weiterhin auf eine deutliche Verbesserung der Situation hinzuarbeiten.

Bilder: Benedict Rottmann | Text: Philipp Roßmann