Infoveranstaltung „Brandermittlung“

Von |2017-06-04T18:13:33+00:005.03.2013 | 18:11|

Jeder kann sich sicherlich an den Großbrand im Jahr 2012 in der Untertorstraße erinnern. Mehre Menschen waren bei Brandausbruch noch im Gebäude. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnten alle Personen ohne Verletzungen aus dem Gebäude gebracht werden. Doch als die Flammen gelöscht waren und der Einsatz beendet war kamen viele Fragen. War die Tür verschlossen? Wer hat sie geöffnet? Was für eine Farbe hatten die Flammen? War der Stecker in der Steckdose oder war der Schalter an? War der Rauch Schwarz oder Weiß?……

In einer Sonderausbildung der Feuerwehr Marktheidenfeld stellten Kriminalhauptkommissar (KHK) Peter Reich und Kriminaloberkommissar (KOK) Matthias Rauscher ihre alltägliche Arbeit als Brandermittler vor. In ihrem etwas zweistündigen Vortrag im Pfarrjugenheim Marktheidenfeld berichteten Sie wie man mit geschultem Blick und jahrelanger Erfahrung die Geschichte des Feuers entziffern kann. Sie erläuterten das schon durch das Löschen des Feuers mit Wasser viele Spuren vernichtet werden und daher die Beobachtungen der eingesetzten Feuerwehrleute mit die wichtigsten Ermittlungsansätze liefern. Dies mussten auch die beiden Kommandanten aus Marktheidenfeld erfahren als sie nach oben erwähntem Brand und mehreren Vernehmungen auch als Zeugen zur Gerichtsverhandlung geladen wurden. Durch viele Bilder von vergangenen Bränden konnten die Teilnehmer dieser Veranstaltung den Brandermittler über die Schulter schauen. So wurde auch schnell klar das trotz eindeutiger Beweislage jedes noch so kleine Detail wichtig ist und dokumentiert bzw. gesichert werden muss. Ziel der Ermittlungen ist es, im Fall von Brandstiftung, nicht nur die Tat nachzuweisen, sondern auch jeden Schritt des Täters vor, während und nach der Tat zu rekonstruieren.

Da es eine solche Veranstaltung noch nicht gab, stellten die beiden Beamten, hierfür eine sehr interessante und informative Präsentation zusammen. Der Einladung von unserem Stellv. Kommandant Bernhard Nees waren neben den Einsatzkräften aus Marktheidenfeld auch die Kreisbrandinspektoren aus Gemünden, Karlstadt und Marktheidenfeld sowie 25 Kommandanten aus dem Inspektionsbereich Marktheidenfeld gefolgt.

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