Großübung im P&G Distributionszentrum

Von |2017-06-04T18:47:49+00:0022.10.2012 | 18:46|

Sonntag, 9.25 Uhr: Alarm im Distributionszentrum der Firma Braun in Altfeld. Die Meldung geht bei den Feuerwehren von Marktheidenfeld und Altfeld ein, die sofort ausrücken. Als sie in der Max-Braun-Straße eintreffen, sehen sie, dass aus dem Kleinteillager bereits die Flammen schlagen und hohe Rauchsäulen aufsteigen. Sechs Menschen werden vermisst, heißt es.

Weil sie mit dieser dramatischen Situation nicht alleine fertig werden, fordern die Feuerwehren Unterstützung an. Alarmiert werden die Kollegen aus den Stadtteilen Michelrieth, Oberwittbach, Glasofen, Marienbrunn und Zimmern sowie die aus Esselbach. Die Verstärkung ist nur eine Viertelstunde nach den Marktheidenfeldern und Altfeldern geschlossen vor Ort.

Was so verheerend klingt, ist glücklicherweise nur eine Übung. Sie soll dazu dienen, das Miteinander der Feuerwehren aus Marktheidenfeld und Umgebung zu stärken. „Mir liegt die Zusammenarbeit mit den Ortsteilwehren sehr am Herzen. Sie soll und muss in Zukunft noch weiter ausgebaut werden“, sagt Michael Rohm, Kommandant der Feuerwehr Marktheidenfeld, der die Übung ausgearbeitet hat. Das Ziel in Altfeld sei es, die Feuerwehren als eigenständige Einheiten einzusetzen – vom selbstständigen Aufbau der Wasserversorgung bis hin zur Menschenrettung mit schwerem Atemschutz.

Die Einsatzkräfte kümmern sich zunächst um die Löschwasserversorgung, die über eine lange Schlauchstrecke von der nahe gelegenen Zisterne aus sichergestellt wird. Mit Hilfe von 3C-Rohren wird dann eine sogenannte Riegelstellung aufgebaut. Sie soll verhindern, dass das Feuer im Kleinteillager auf einen anderen, noch nicht brennenden Bereich des Distributionszentrums übergreift. Noch mehr Löschwasser wird aus dem Hydrantennetz auf dem Braun-Werksgelände entnommen. Von hier aus erfolgen drei weitere Riegelstellungen, außerdem wird die Drehleiter (DLA K) eingespeist.

Um möglichst rasch zu den sechs Vermissten vordringen zu können, finden mehrere Angriffe zeitgleich statt: aus nördlicher Richtung von der Feuerwehr Marktheidenfeld, aus östlicher Richtung (Werkstore 26 bis 39) von der Feuerwehr Altfeld sowie davor von den Wehrleuten aus Michelrieth und Esselbach.

Über die zentral eingerichtete Atemschutzüberwachung werden die Trupps koordiniert. Insgesamt sind aus den acht Feuerwehren, die an der Übung beteiligt sind, etwa 90 Leute im Einsatz. Speziell zur Menschenrettung sind sieben Angriffs- und Sicherungstrupps vor Ort, die mit Pressluftatmern ausgerüstet sind.

Zur Wasserförderung benötigen die Feuerwehren B-Leitungen mit einer Länge von 400 Metern. Beim Innenangriff und bei den Riegelstellungen werden 13 C-Rohre und ein Korbwenderohr (B-Rohr) mit einem Wasserverbrauch von ungefähr 2800 Litern pro Minute eingesetzt.

Bei der Übung dabei sind neben Marktheidenfelds Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder auch Kreisbrandrat Manfred Brust sowie Kreisbrandinspektor Bertram Werrlein, die als Beobachter fungieren. Sie alle zeigen sich im Anschluss mit dem Verlauf sehr zufrieden und zollen den Feuerwehrleuten ihren größten Respekt für deren Arbeit.

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