Der Wintereinbruch mit starkem Schneefall führte im Landkreis Main-Spessart zu teils chaotischen Straßenverhältnissen. Bereits ab 18 Uhr waren auch im Inspektionsbereich Marktheidenfeld zahlreiche Freiwillige Feuerwehren im Einsatz, um die wetterbedingten Einsätze abzuarbeiten.

Kurz vor 20 Uhr wurde von der Feuerwehrführung auf Landkreisebene beschlossen, die Kreiseinsatzzentrale sowie die Einsatzzentralen aller vier Inspektionsbereiche zu besetzten. Für den Bereich Marktheidenfeld wurde die Einsatzzentrale in der Freiwilligen Feuerwehr Marktheidenfeld besetzt. Gemeinsam mit Kreisbrandmeisterin Anna Diener und Kreisbrandinspektor Andreas Schmitt wurden bis nach Mitternacht mehr als 20 Einsätze der umliegenden Feuerwehren koordiniert.

Der Einsatzschwerpunkt lag dabei auf der Autobahn sowie rund um Altfeld. Zwischen den Anschlussstellen Altfeld und Rohrbrunn hatten sich zahlreiche Lkw festgefahren und zum Teil quer gestellt und brachten so den Verkehr auf der BAB 3 vollständig zum Erliegen. Im Bereich der Straßenmeisterei wurde eine Einsatzabschnittsleitung, unterstützt durch den Einsatzleitwagen der Feuerwehr Marktheidenfeld, von Polizei, Feuerwehr, Autobahnmeisterei und Technischem Hilfswerk aufgebaut. Bis nach Mitternacht waren die Einsatzkräften der Feuerwehren Altfeld und Marktheidenfeld und des Technischen Hilfswerkes Marktheidenfeld in Zusammenarbeit mit zahlreichen Streu- und Räumfahrzeugen der Autobahnmeisterei damit beschäftigt, die Fahrbahn freizuräumen und festgefahrene Lkw abzuschleppen. Bis 23:30 Uhr zeigten die Bemühungen Wirkung und der Verkehr kam wieder zum Fließen.

Darüber hinaus hatten sich im Bereich der Anschlussstelle Marktheidenfeld sowie des Altfelder Industriegebietes mehrere Lkw festgefahren und blockierten die Straßen. Immer wieder rutschten dabei Lkw in den Graben und mussten von den Feuerwehren und dem Technischen Hilfswerk gesichert und befreit werden.

Darüber hinaus hielten zahlreiche Bäume der Schneelast nicht stand und blockierten die Straßen. Die Feuerwehren Ansbach, Billingshausen, Bischbrunn, Erlenbach, Hafenlohr, Hasloch, Kreuzwertheim, Marktheidenfeld, Michelrieth, Oberndorf, Röttbach, Schollbrunn, Steinmark, Wiebelbach und Windheim waren im Einsatz, um umgestürzte Bäume zu beseitigen. Mehrere Straßen wurden gesperrt, da ein Beseitigen der zum Teil zahlreichen Bäume nicht möglich oder zu gefährlich war.

Nach aktuellem Kenntnisstand wurden durch den Wintereinbruch im Bereich Marktheidenfeld jedoch keine Personen verletzt.