Feuerwehr Marktheidenfeld feiert 150. Jahrtag

Von |2017-05-29T20:35:33+00:0031.01.2017 | 10:12|

Nach der feierlichen Eröffnung ihrer Ausstellung im Franckhaus vor zwei Wochen, fand am vergangenen Sonntag der zweite Akt im Jubiläumsjahr der Marktheidenfelder Feuerwehr an: der 150ste Jahrtag.

Nach bewährter Tradition erbaten die Floriansjünger zu aller erst im Rahmen eines Festgottesdienstes den kirchlichen Segen für die Feuerwehr und all ihre Einsatzkräfte im kommenden Jahr.

Anschließend wechselte man von der Kirche in die Räumlichkeiten der Schönen Aussicht für den offiziellen Teil der Veranstaltung. Neben den Mitgliedern von Feuerwehrverein, Jugendfeuerwehr und Einsatzabteilung waren zahlreiche Gäste der Einladung des Kommandanten Michael Rohm und des Vereinsvorsitzenden Christian Naun gefolgt. So konnte Naun die Kommandanten der Marktheidenfelder Ortsteilfeuerwehren sowie die Leiter von Technischem Hilfswerk, Bayrischen Roten Kreuz sowie der Polizeidienststelle Marktheidenfeld begrüßen. Auch Kreisbrandinspektor Bertram Werrlein war der Einladung seiner Stützpunktwehr gefolgt. Besonders freute sich die Feuerwehr über die zahlreichen Gäste aus den Reihen des Stadtrates und ihrer Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder.

 

Christian Naun, der auch durch die Veranstaltung führte, hob besonders die Aktivitäten im 2017 anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Feuerwehr Marktheidenfeld hervor. Die Ausstellung im Marktheidenfelder Franckhaus sei schon in den ersten zwei Wochen ein großer Erfolg und informiere über die Geschichte und die Ausstattung der Feuerwehr Marktheidenfeld. Highlight der Feierlichkeiten werde jedoch der Kommersabend am 17. Juni, an dem das große Jubiläum mit hochrangigen Vertretern aus Politik, Feuerwehr und befreundeter Hilfsorganisation gefeiert werde. Als Festrednerin habe sich bereits die Politikerin Barbara Stamm angekündigt. Vor allem an die Mitglieder des Stadtrates sowie die Bürgermeisterin war sicher der Hinweis adressiert, dass man sich als weiteren Höhepunkt in diesem Jahr den Spatenstich zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses freue. Dieser Neubau sei dringend erforderlich, um die Räumlichkeiten der Feuerwehr an die Anforderungen der Marktheidenfelder Feuerwehr anzupassen und geltende Vorschriften wieder einhalten zu können. Die Notwendigkeit für den Neubau war bereits in der „Agenda 2020″ für die Marktheidenfelder Feuerwehren erkannt und durch die Politik anerkannt worden.

Als Kommandant blickte Michael Rohm auf die Aktivitäten seiner Feuerwehr im vergangenen Jahr zurück. Während in 2015 technische Hilfeleistungen im Vordergrund gestanden hatten, habe der Fokus in 2017 auf Bränden gelegen. Hier hob Rohm besonders den zum Großschadensereignis erwachsene Einsatz in der Marktheidenfelder Sudetenstraße hervor. Auffallend sei der weiterhin stark steigende Anteil an Fehlalarmen und Alarmen automatischer Brandmeldeanlagen. Diese forderten besonders Motivation und Einsatzbereitschaft seiner Einsatzkräfte. Diese hob Rohm besonders hervor: ob bei den laufenden Beschaffungen von Einsatzmitteln, bei der Vorbereitung der Ausstellung aber auch im Übungs- und Einsatzdienst könne er auf viele motivierte Helferinnen und Helfer zählen. Und diese Motivation wurde auch direkt am Abend des Jahrtages wieder abverlangt, als eine größere Menge Strohballen in Karbach zu löschen waren und so die Feier zum 150. Jahrtag unterbrochen wurden. Insgesamt habe man in 2016 181 Einsätze abgearbeitet – also praktisch jeden zweiten Tag ein Einsatz – und das ehrenamtlich.

Aber auch kritische Themen wurden vom federführenden Kommandanten der Marktheidenfelder Kommandanten angesprochen und wies dabei auf kritische Entwicklungen bei der Alarmierung der Feuerwehren im Landkreis Main-Spessart hin. Immer häufiger liefen tatsächliches Einsatzgeschehen und die Alarmierung von Rettungskräften weit auseinander: bei kleinen Einsätzen würde häufig eine ganze Armada an Rettungskräften entsandt. Auch einen dramatischen Mangel an Lehrgangsplätzen an der Staatlichen Feuerwehrschule sprach Rohm an. Eine gute Ausbildung sei der Grundstock einer guten Feuerwehr. Insbesondere bei Führungs- und Sonderlehrgängen, die nur an Feuerwehrschulen möglich seien mangele es bereits seit Jahren dramatisch. Er appellierte an die Feuerwehrführung sowie die Politik hier aktiv zu werden. Kreisbrandinspektor Werrlein versicherte, man habe in Sachen Alarmierung das Problem in der Feuerwehrführung bereits erkannt und werde Gelegenheiten nutzen, um hier Besserung zu schaffen.

Stolz ist die Marktheidenfelder Feuerwehr weiterhin auf seine Jugendfeuerwehr. Hier konnte man im vergangenen Jahr zwei junge Männer (Patrice Schulz und Franz Hettinger) in die Reihen der Einsatzkräfte übernehmen. Trotzdem konnte der Jugendwart Julian Hanakam einen Anstieg der Jugendlichen auf sieben Jungen und ein Mädchen vermelden. Er konnte auf viele gelungene Aktivitäten im vergangenen Jahr zurückblicken.

 

Sicherlich den Höhepunkt des Jahrtages markierten in diesem Jahr die Ehrungen langgedienter Feuerwehrmitglieder. Wolfgang Barthel und Stefan Gebert für jeweils 40 Jahre Vereinszugehörigkeit sowie Willibald Bausewein, Herbert Eitel und Josef Schwerdhöfer für jeweils 60 Jahre. Unter den Aktiven gab es auch Jubilare: Sebastian Kreisel ist seit zehn Jahren dabei, Jan Barthel seit 20 Jahren und Christoph Westhoff und Rainer Lang seit jeweils 25 Jahren.

Zum Hauptfeuerwehrmann wurde Frank Schumann ernannt.

Neuzugänge bei der Jugendfeuerwehr sind Louis Leutbecher, Julian Schreyer und Pascal Lehner. Zu den Aktiven dazugestoßen sind Lukas Müssig, Florian Garrecht und Philipp Rossmann.

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