Millionenschaden nach Vollbrand auf Biohof

Von |2017-06-05T11:22:23+00:0012.07.2012 | 0:00|

Datum: 12. Juli 2012 
Alarmzeit: 0:00 Uhr 
Art: Brandeinsatz  
Einsatzort: Remlingen 


Einsatzbericht:

Nach dem Vollbrand der Lagerhalle des Biobauernhofes von Thomas Schwab in der Birkenfelder Straße haben Brandfahnder der Würzburger Kripo erste Ermittlungen hinsichtlich der Ursache des Feuers aufgenommen. Dringend wird auch um Zeugenhinweise gebeten.

Wie bereits berichtet, war am frühen Dienstagmorgen in der etwa 3100 Quadratmeter großen Halle ein Feuer ausgebrochen. In der Folge brannte die Halle komplett aus. Fünf Gabelstapler, Verpackungsmaterial für Gemüse und Maschinen wurden ein Raub der Flammen. Der Schaden dürfte sich nach ersten Schätzungen auf drei bis vier Millionen Euro belaufen. Wegen den erforderlichen Nachlöscharbeiten der Feuerwehr war es den Beamten erst am Mittwochnachmittag möglich, in der abgebrannten Halle selbst nach Spuren zu suchen. Unter anderem ist auch ein Spezialist des Bayerischen Landeskriminalamts mit vor Ort. Erste Ergebnisse gibt es bislang noch nicht, allerdings hofft die Kripo jetzt auch auf Hinweise aus der Bevölkerung unter Tel. (09 31) 4 57-17 32. Insbesondere geht es um die Zeit am Dienstagmorgen vor 4.45 Uhr, als der Brand den Einsatzkräften gemeldet worden war.

Ganz gezielt fragen die Brandfahnder:

• Wer ist auf den Brand vor 4.45 Uhr aufmerksam geworden? Vor allem Autofahrer auf der Verbindungsstraße zwischen Birkenfeld und Remlingen könnten Feuerschein oder Rauch bemerkt haben.

• Wer hat im Laufe der Nacht irgendwelche Beobachtungen im Bereich der Lagerhalle gemacht? Dies bezieht sich auf Personen oder Fahrzeuge, die sich dort aufgehalten haben könnten oder auch Lichtschein, Geräusche und ähnliche Auffälligkeiten.

„Seit Dienstag fünf Uhr früh sind einige Kameraden und ich schon ununterbrochen im Einsatz“, erzählt der neue Zweite Kommandant der Remlinger Wehr, Michael Schnepper. Er übergießt gerade seine Nudeln mit Soße Bolognese. Das Essen für die Kameraden hat Ines Schwab, Chefin des vom Brand heimgesuchten Biohofs, gerade auf die Biergarnitur gestellt. Sie und die beiden Töchter bringen wenig später auch noch Kuchen für die Einsatzkräfte.

Die müssen so lange wachsam sein, bis ausgeschlossen ist, dass noch Glutnester weitere Brandherde entfachen. Gestern waren hie und da noch welche zu sehen, die aber von den Wehrleuten rasch gelöscht werden konnten.

Günstige Windrichtung

Michael Schnepper ergänzt, dass der Wind zur Brandzeit günstig blies. Er sei von Westen gekommen. Bei Ostwind hätte das Feuer durch Funkenflug möglicherweise auf den gegenüberliegenden Trakt mit Halle, Hofladen, Büro und Wohnräumen für Mitarbeiter übergreifen können, schildert Remlingens Ex-Kommandant Fritz Emmerich auf Anfrage.

Thomas Schwab ist gerade unterwegs mit den Brandermittlern. Der Bagger, der die wenigen noch stehenden Gebäudeteile einreißen soll, hat gerade damit begonnen.

Verletzte gab es durch das Schadenfeuer direkt keine. Aber Thomas Schwabs Vater, Rudolf Schwab, erlitt einen Schock und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Sein anderer Sohn Harald Schwab konnte ihn aber gestern um die Mittagszeit schon wieder von dort abholen.

„Mir ist der Schreck in sämtliche Glieder gefahren. Ich bin noch richtig fertig“, gibt der Senior zu.

Entdeckt hatten das Feuer Margot und Peter Reichelt um kurz vor halb fünf am Dienstagmorgen von ihrer Wohnung am Gänsberg aus.

Gegen 4.45 Uhr war in der 3100 Quadratmeter großen Halle ein Feuer ausgebrochen. Warum, ist laut Polizei nicht klar. In der Halle befinden sich neben fünf Gabelstaplern mehrere landwirtschaftliche Geräte, eine Kühlanlage mit Gemüse sowie Verpackungsmaterial. Dieses Material dürfte laut Polizei für die große Rauchentwicklung verantwortlich sein. Die Löscharbeiten werden bis in die Mittagsstunden andauern. Den Angaben der Polizei zufolge handelt es sich um einen großen Bio-Bauernhof, der auf den Anbau von Rüben, Möhren, Kartoffeln und Zwiebeln spezialisiert ist. Er liegt etwa einen Kilometer außerhalb von Remlingen.

Einem Rundfunkbericht zufolge hatte die Feuerwehr zunächst Probleme, weil auf dem Dach der Halle eine Solarstrom-Anlage montiert war. Wie das Bayerische Rote Kreuz mitteilte, musste ein Mensch wegen Kreislaufbeschwerden behandelt werden.

 

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