Feuerwache 2017-11-09T09:17:04+00:00

Die Feuerwache

Seit Ende 1973 sind die Fahrzeuge und Gerätschaften der FFW Marktheidenfeld im Feuerwehrgerätehaus in der Karbacher Straße untergebracht. Es ist verkehrstechnisch perfekt gelegen am Nordring gelegen. Von hier aus sind alle Bereiche des Stadtgebietes sowie viele Bereiche der angrenzenden Gemeinden und des Straßennetzes innerhalb kürzester Zeit erreichbar.

Und das ist enorm wichtig, denn im Vollzug des Bayrischen Feuerwehrgesetztes ist gesetzlich geregelt, „dass grundsätzlich jede an einer Straße gelegene Einsatzstelle von einer gemeindlichen Feuerwehr in höchstens zehn Minuten nach Eingang einer Meldung […] erreicht werden kann.“ (VollzBekBayFwG Art. 1.2) Für die Einhaltung der gesetzlichen Hilfsfrist sorgen in den Ortsteilen die Feuerwehren Altfeld, Glasofen, Marienbrunn, Michelrieth, Oberwittbach und Zimmern.

Waren bis 2015 in den Gebäuden auch noch der Rettungsdienst des Bayrischen Roten Kreuzes sowie der Bauhof der Stadt Marktheidenfeld untergebracht, ist die Feuerwehr nun alleiniger Nutzer des Geländes und aller Gebäude.

Neubau des Feuerwehrgerätehauses

Die aktuellen Gebäude wurden im Jahr 1973 von der Feuerwehr bezogen und waren zur damaligen Zeit hoch modern. In der Zwischenzeit hat sich nicht nur das Aufgabenspektrum der Freiwilligen Feuerwehr Marktheidenfeld stark gewandelt. Auch die technischen Anforderungen an die Unterbringung von Feuerwehren sind deutlich gestiegen: von Atemschutzwerkstatt über Duschmöglichkeiten nach Einsätzen, angemessene Büros für die Bewältitung der bürokratischen Anforderungen bis hin zur strikten Trennung in Schwarz-Weiß-Bereiche. Das vor knapp 45 Jahren erbaute Gerätehaus kann die heutigen Anforderungen nicht mehr erfüllen.

So wurde spätestens in der Agenda 2020 für die Feuerwehren Markheidenfeld die Notwendigkeit eines neuen Feuerwehrgerätehauses festgestellt. Inzwischen sind die Planungen so weit fortgeschritten, dass Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder für Anfang 2018 mit dem ersten Spatenstich für das neue Feuerwehrdomizil rechnet. Die finale Planung wurde im Juli vom Stadtrat bewilligt.

Das neue Feuerwehrgerätehaus wird an gleicher Stelle zwischen Nordring und Karbacher Straße entstehen, was für die Dauer der Abriss- und Bauarbeiten eine Zwischenlösung notwendig macht. Diese soll nur wenige Meter entfernt in Form einer Container- und Zeltlösung in Richtung Karbach entstehen.

Hier geht’s zum Neubau unserer Feuerwache:

http://feuerwache-marktheidenfeld.de/

Historie der Marktheidenfelder Feuerwehrhäuser

1867 bis 1892:

Von der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Marktheidenfeld im Jahr 1967 bis ins Jahr 1892 gab es kein echtes Feuerwehrhaus. Die Gerätschaften waren in einer Garage im alten Spital untergebracht. Und das bei einer Mitgliederzahl von über 300 Feuerwehrmännern, beispielsweis im Jahr 1882.

1892 bis 1973:

Am 17. Januar 1892 wurde dann das erste Marktheidenfelder Feuerwehrgerätehaus eingeweiht. Das Gebäude in der Petzoltstraße verfügte über zwei Tore, in denen bis ins Jahr 1973 alle Fahrzeuge und Gerätschaften unter gebracht waren.

Seit 1973:

Wie wichtig der damalige Neubau in der Karbacher Straße – nicht nur für die Stadt Marktheidenfeld – war, zeigt schon die Anwesenheit des damaligen bayrischen Ministerpräsidenten Alfons Goppel bei der Einweihung des Gerätehauses.

Der Spatenstich in der Karbacher Straße erfolgte 1972 und bereits ab November 1973 wurden die Fahrzeuge und Geräte notdüftig im Neubau untergebracht.

Das Gerätehaus verfügte über neun Stellplätze, wovon sieben mit Alarmtoren ausgestattet waren. Ebenerdig zum Nordring wurden darüber hinaus eine KFZ-Werkstatt, eine Waschgarage ein Schlauchlager sowie ein Schlauchtrockenturm untergebracht.

Im Untergeschoss, ebenerdig zum Innenhof, befanden sich eine Schlauchwaschanlage, Lagerräume, Schlosserei, sanitäre Einrichtungen sowie ein Aufenthaltsraum. Im angebauten Wohnhaus wurden währenddessen ein Schlafraum, Lehrsaal, die damalige Alarmzentrale sowie zwei Wohnungen untergebracht: eine für den Gerätewart und eine für die ständig besetzte Reetungswache des Bayrischen Roten Kreuzes.

Eingeweiht wurde das neue Domizil mit einem großen Fest vom 12. bis 14. Juli 1974. Aus der Hand des neuen Bürgermeisters Armin Grein erhielt Kommandant Willi Rau die Schlüssel der neuen Unterkunft.

Untergebracht waren zum Zeitpunkt der Einweihung (von links): Mannschaftstransportwagen, Tanklöschfahrzeug TLF8, Tanklöschfahrzeug TLF16, LF15, Katastrophenschutzboot, Tragkraftspritzenanhänger, Pulverlöschanhänger P250, Ölschadenanhänger ÖSA.

Ein Hochwasser im Jahr 1995 hatte die Notwendigkeit einer Einsatzzentrale als Koordinationsstelle deutlich gemacht. So wurde 1995 der Bau der späteren NaSt (Nachalarmierende Stelle) gestartet und am 1. März 1996 übergeben.