Die letzte Fahrt – Michael Carl aus der Einsatzabteilung verabschiedet

Von |2017-06-03T13:59:04+00:008.11.2013 | 13:56|
Ehre, wem Ehre gebührt: Mit Blaulicht und Martinshorn holten ihn die Aktiven am Mittwochabend ab zur letzten Fahrt. Michael Carl, ehemaliger Kommandant der Marktheidenfelder Feuerwehr, wurde tags darauf 63 Jahre alt und schied damit gemäß Feuerwehrgesetz aus dem aktiven Dienst aus. An der Spitze eines Konvois steherte er das alten Tanklöschfahrzeug Magirus TLF16/1, Baujahr 1956 durch die Stadt. Unzählige Einsätze war er mit diesem gefahren in den 28 Jahren als Aktiver, stellvertretender Kommandant (ab 1994) und schließlich Kommandant (2005 bis 2011) der Marktheidenfelder Feuerwehr.
 
 
„Es war eine ehrenvolle Aufgabe“, blickt er zurück. „Mir ist es immer drum gegangen, den Leuten in Not zu helfen – so geschwollen das klingen mag.“ Im üblichen Einstiegsalter war er auswärts, lernte Gärtner in Würzburg und Weihenstephan. 1978 übernahm er die Gärtnerei seines Vaters. Sieben Jahre später stand der damalige Kommandant Hubert Bausewein vor der Tür, Onkel des heutigen Kommandanten Michael Rohm. „Da unterschreibst Du jetzt“, hielt er ihm ein Aufnahmeformular unter die Nase. Der Spätberufene, dessen Großvater Michael Staiger schon Kommandant gewesen war, unterschrieb.
 
Als Kommandant sei ihm immer daran gelegen gewesen, „den Laden zusammenzuhalten“. Wie das geht? „Indem man immer da war.“ Konflikte lösen, Kameradschaft pflegen. Mal ein Bierchen trinken. Carl wirkt zufrieden, wenn er erzählt und strahlt: „Die Kameradschaft ist jetzt mit den vielen jungen Leuten hundertprozentig.“ 57 Aktive zählt die Wehr jetzt ohne ihn, darunter eine Handvoll Frauen. Die meisten seien immer für die Aufnahme von Frauen gewesen – „nur einer ist heute nach wie vor dagegen.“ Carl schmunzelt.
 
Auf knapp 200 Einsätze bringt es die hiesige Stützpunktfeuerwehr pro Jahr. Carl war meist dabei, ließ auch mal Kunden stehen, sprang oft aus dem Schlafanzug in die Schutzkleidung – und schlief nach dem Einsatz ruhig weiter. „Ich kann immer schlafen – sogar am Stammtisch.“
 
Der Feuerwehr wird er weiterhin helfen, wo er gebraucht wird. Auch politisch bleibt er aktiv: Bei der Kommunalwahl wird Carl erneut auf der Stadtratsliste der CSU stehen.
 
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