10 neue Drehleitermaschinisten: erstes Ausbildungswochenende

Von |2018-04-16T17:36:38+00:0016.04.2018 | 13:22|

Bei Bränden von Wohngebäuden und Industrieanlagen ist die Drehleiter eines der wichtigsten Rettungsgeräte der Freiwilligen Feuerwehr Marktheidenfeld und auch bei Technischen Hilfeleistungen häufig ein unverzichtbares Hilfsmittel. Gleichzeitig ist die DL(A)K 23/12 aus dem Hause Iveco Magirus das kostenintensivste Fahrzeug der Stadt Marktheidenfeld. Umso wichtiger ist es, einen starken Stamm an ausgebildeten Einsatzkräften zur Bedienung des Rettungsgerätes zur Verfügung zu haben. Hierfür ist neben dem entsprechenden Führerschein und dem Lehrgang „Maschinist für Löschfahrzeuge“ auch eine besondere Ausbildung zum „Maschinist für Hubrettungsfahrzeuge“ notwendig.

Um den Personalstamm solcher Drehleitermaschinisten weiter auszubauen, hat sich die Feuerwehrführung gemeinsam mit der Stadt Marktheidenfeld entschlossen, einen eigenen Lehrgang mit Hilfe des Spezialisten für Drehleiterausbildung „Drehleiter.info“ durchzuführen. So sollen in Kürze zehn weitere Drehleitermaschinisten für Einsätze und Übungen zur Verfügung stehen. Im Folgenden ein Bericht aus den Reihen der zukünftigen Drehleitermaschinisten:


Zu Beginn des viertägigen Lehrgangs „Maschinist für Hubrettungsfahrzeuge“ begrüßten Bernhard Nees (1. Kdt.) und Johannes Naun (2. Kdt.) am Samstagvormittagdas Ausbilderteam von Drehleiter.info, sowie die zehn angehenden Drehleitermaschinisten der Feuerwehr Marktheidenfeld und wünschten Ihnen einen guten Verlauf für die beiden ersten Lehrgangstage. Der Lehrgang findet jeweils ganztägig Samstag und Sonntag verteilt über zwei Wochenenden statt.

Am Samstag wurden folgende Themen in Theorie und Praxis durchgearbeitet:

  • Historie, Hersteller, Normen und Ausstattung von Drehleitern und Hubarbeitsbühnen.
  • Aufbau einer Drehleiter vom Fahrgestell, CAN-Bus-Steuerung, Unterwagen, Oberwagen mit Hauptbedienstand, Leitersatz und Rettungskorb.
  • Sicherheitstechnische Einrichtungen
  • Wartung und Pflege
  • Beladung der Drehleiter
  • Bedienung der Abstützung, Hauptbedienstand und Korbbedienung anhand von praktischen Übungen
  • Notbetrieb des Unterwagens und Oberwagens mit unterschiedlichen Schadensbildern

Am Sonntag ging es dann mit weiteren theoretischen und praktischen Themen weiter:

  • Einsatzarten: Menschenrettung, Anleiterbereitschaft, Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung
  • Anleiterarten: Frontal, Vertikal- und Horizontal-Flucht
  • HAUS-Regel
  • Abmessungen der standorteigenen Drehleiter
  • Freistandsgrenzen je nach Abstützungbreite

Im Anschluss wurde das bis jetzt erworbene Wissen in Einsatzübungen von den Lehrgangsteilnehmern angewendet. Hierfür standen uns als Objekte das Klinikum Main-Spessart und die Laurentiuskirche zur Verfügung. Die Teilnehmer sind schon gespannt auf das nächste Wochenende, was aber erst in ein paar Wochen stattfinden wird. Bis dahin werden die Teilnehmer ihr neu erworbenes Wissen bei Standortausbildungen weiter vertiefen.

Text: Jan Barthel (FFW Marktheidenfeld)

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