Seit Beginn der Corona-Beschränkungen Ende Februar waren auch die Feuerwehren gezwungen, die Ausbildung stark einzuschränken.

Wie viele andere Feuerwehren , hatten die freiwilligen Einsatzkräfte in Marktheidenfeld in der Anfangszeit auf Online-Ausbildungen gesetzt. In dieser Zeit wurden hauptsächlich theoretische Grundlagen und Einsatztaktiken wiederholt und aufgefrischt. Bereits seit einiger Zeit waren bereits wieder Übungen in Staffelstärke, d.h. mit einer maximalen Gruppengröße von sechs Personen erlaubt. Um die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten, setzte die FF Marktheidenfeld in dieser Zeit auf einen zeitlichen Abstand der Übungen von zwei Wochen. Der inhaltliche Schwerpunkt lag dabei auf dem Themengebiet Fahrzeug- und Gerätekunde, da so auch die Einhaltung der Abstände jederzeit gewährleistet werden konnte.

Mit der Lockerung der allgemeinen Beschränkungen ist nun auch eine Übungsstärke von bis zu einer Löschgruppe, als bis zu neun Personen erlaubt. Mit diesem Schritt nahm die Einsatzabteilung in Marktheidenfeld nun auch wieder den regulären Übungsplan mit einer engeren zeitlichen Taktung der Übungen wieder auf. Bereits in den letzten Wochen fanden – nach wie vor unter Beachtung von Abstands- und Hygienemaßnahmen – mehrere Übungen statt. Damit ist es auch zurück in den Fokus gerückt, die Standardabläufe bei Einsätzen zu trainieren – vom Löscheinsatz, dem Vorgehen bei technischen Hilfeleistungen bis hin zum Einsatz der technisch anspruchvollen Drehleiter wurden insbesondere die häufigsten Einsatzarten geprobt.

Während eine Vielzahl der Übungen auf dem Gelände der Interimswache sowie auf dem Baustellengelände der neuen Feuerwache stattgefunden hatten, dürfte vor allem die praktische Drehleiterausbildung Aufmerksamkeit erregt haben: denn nach Widerholung der theoretischen und taktischen Grundlagen stand am vergangenen Samstagmorgen die praktische Ausbildung im Bereich der VHS in der Altstadt auf dem Programm. Das städtische Gebäude mit der direkt angrenzenden St. Laurentius Kirche boten ein ideales Übungsumfeld, um die Handhabung des teuersten Fahrzeuges der Marktheidenfelder zu wiederholen und zu vertiefen.

Bis heute ist es für die Feuerwehrführung dabei ein Spagat die Einsatzbereitschaft bestmöglich zu erhalten: denn auf der einen Seite bleibt es Kernaufgabe eine Ansteckung innerhalb der Einsatzkräfte zu verhindern und gleichzeitig das Ausbildungsniveau auf hohem Niveau zu halten.

Bild: Markus Eitel (FF Marktheidenfeld)